BEI-PETER

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Der Autor II

Ich habe in meinem Leben seeeeehr viel erlebt und einiges davon hier aufgeschrieben. Ich werde jetzt nicht aufklären was von mir ist, was von Hugo- meinem Bauchredner- freund ist, was ich geklaut habe oder was mir erzählt wurde. Denkt einfach es sei alles von mir, dann liegt ihr zumindest zu 50% richtig und das ist doch auch schon was...
Mit 74 Jahren darf man, auch wenn das noch kein Alter ist, schon ein wenig zurück schauen und resümieren. Das mache ich hier und jetzt.
In meinen jungen Jahren war ich noch ziem- lich klein, am Anfang. In die Tischkante zu beißen blieb mir lange verwehrt und als ich es endlich konnte sah ich keinen Sinn mehr darin. Dafür aber habe ich schon früh an elek- trischen Sachen rumgefummelt.

Elektroherde einschalten wenn keiner geguckt hat mochten meine Eltern überhaupt nicht gerne und ich hatte meinen Spaß daran, elektrisches Spielzeug immer sehr schnell zu zerlegen da mich die Technik mehr interessiert hatte als das Spielzeug selber, aber auch das mochten meine Eltern nicht sehr gerne. Durch diese Erfahrung mit Strom bin ich wohl auch zu meinem Berufswunsch als Kabeldesigner gekommen, den ich aber nicht ausübe da ich auf diesem Gebiet Berufsverbot habe. Ich hatte Oma's  Elektro-Rollstuhl moderniesiert und als sie laut um Hilfe rufend mit 108 Sachen* durch das Dorf brauste verbot man mir an elektrischen Sachen rumzubasteln.


* gebltzte Messung

Dafür beschäftigte ich mich viel mehr mit dem weiblichen Geschlecht:
Meinen ersten Kuss, den ich von einer Sandkastenliebe erhielt, trug ich nicht lange in meiner Erinnerung herum. Wer will sich schon mit einem bonbonverschmierten und sandverklebten Kuss rumschleppen? Ich nicht und deshalb liebe Elke: weg damit und schönen Dank auch!
Wir versuchten immer wieder, unsere Namen entweder (je nach Jahreszeit) in den Sand oder in den Schnee zu pinkeln, was wir aber allein aus anatomischen Gründen immer wieder verschoben haben bis es vergessen war und wir andere Spielchen machten.
(übrigends sah ich Elke wieder als sie so um die 20 war. Sie hatte einen anders pigmentierten –also einen Schwarzen- am Arm, dazu drei halb anders pigmentierte Kinder und war fett geworden.)

Dann aber folgte schon bald eine tatsächlich große Liebe und die hieß Monika, wurde in ein Taschenbuch, (Titel: Die Zeit mit Monika) von einem mir bekannten Autor verbannt und das fand ich nicht so gut weil ich darin auch vorgekommen sollte und das verbat ich mir. Also kam ihr neuer Freund Benni drin vor. Der passte auch besser zu ihr. Immerhin war er (ist er) 11 Jahre jünger als ich und er konnte auch besser singen, (sagten zumindest seine meist weiblichen Fans) machte eine Sänger- Schauspieler- und Moderatoren- Kariere und blieb nicht sehr lange mit Monika zusammen. Schade, sie passten gut zusammen, besser als ich… mit Monika, nicht mit Benny! Es kamen noch viiiiiele Mädchen:

Da war Elke, Elisabeth, Monika S. (Monika 2!) und ihre Schwester Elfriede S., danach Gertrud aus H., Susanne A., Walburga S., Erika, Karin, Ute und wie sie alle hießen oder sagt man heißen? Egal, ich habe meine Pflicht getan und gebe zu das ich in Deutschland nie ein fremdes Kind schlagen würde. Könnte ja meines sein?!

Mein Leben ging sehr eigenen Wege, auch wenn ich nicht viel dazu bei trug und so wurde ich älter und reifer. Wer das Vorwort (
Anton, wer ist das) gelesen hat kann sich vorstellen das mein Leben mehr als aufreibend war.
Es gab hier und da so einiges zu tun und immer wenn ich meine Fähigkeiten einsetzte gab es Chaos und Bruch, aber ich versuchte es immer wieder bis gar nichts mehr klappte, weshalb man mir auch den Titel Mr. Quax verlieh. (
Wer es nicht weiß: „Quax der Bruchpilot“ war ein Film mit Heinz Rühmann)
Allein auf meiner damaligen Lehrstelle (
als Gas-Wasser- & Heizungsinstallateur) schaffte ich einige Unruhe, denn ich installierte z.B. an ein Bidet nur einen Kaltwasseranschluss so das die Mischbatterie bei Fußhebelbedienung grundsätzlich jeden mit nacktem Hintern aus dem Badezimmer trieb der glaubte mit einem erfrischendem „Ahhhhh“ seinen Arsch, oder andere geographische Gegenden, waschen zu können. Dafür bekam ich dann eine Belobigung von meinem Lehrmeister, denn der bekam später kein Geld von dem Bauherren und musste das müham einklagen. Dafür bekam die Bauherrin halt eine kalte Dusche…
Mein Ausbildungschef gab mir die Freiheit und ich arbeitete schon bald in einer Zoohandlung. Dort mußte ich Papageien waschen. Das waschen vertrugen sie gut, aber das auswringen weniger. Deshalb wurde ich auch hier freigestellt nachdem ich die verstorbenen Fiecher beerdigt hatte. Ich war dann bei einem Kaufmann beschäftigt.
Unter anderem sollte ich den Fußboden bohnern. Das konnte ich wirklich gut. Das konnte ich so gut, daß ich gelegentlich selbst ausrutschte und mich mit der Hand gerade noch an der Ladenkasse festhalten konnte. Ich bekam dann immer einen Krampf in die Hand…
Dann wurde ich leider krank und ging zum Arzt und musste ins Krankenhaus. Mit dem Arzt machte ich einen Rundgang durch das Krankenhaus. In einem Zimmer sah ich einen Mann wild masturbieren. „Was ist denn mit dem los?“, fragte ich den Doc.
„Seine Hoden produzieren zu viel Sperma“, sagt der. „Wenn er nicht masturbiert explodieren sie.“
Ein paar Zimmer weiter sah ich, wie eine Krankenschwester einem Patienten einen bläst. „Und was hat der?“, fragte ich wieder.
Der Arzt antwortet: „Gleiche Diagnose, ist aber Privatpatient!“

Ich überlegte einen Moment und trat sofort einer Privat-Krankenkasse bei, wurde Privat- patient und erlebte das von nun an einige der Schwestern immer mit strahlend weißen Zähnen herum liefen weil ich mich vor jedem Schwesternbesuch unten rum gründlichst säuberete… Aber schon bald wurde ich entlassen. Die Beschwerde an meiner Prostata wollte man nicht mehr behandeln weil man dort Meinung war das ich ja ausreichend Zeit zum Pinkeln hätte und so kostensparend leben könnte.

Man weiß ja das ich auch sehr musikalisch bin und das ich deshalb auch in einigen gut bekannten Bands am Bass oder später am Keyboard war und auch als Comedien und Bauchredner spielte ich den Menschen was vor und sie glaubten auch alles was ich ihnen erzählte… die ärmsten. Mein Arzt bescheinigte mir zwar immer wieder das ich nicht bauchreden oder gar singen könnte und die Geräusche, die ich auf den Bühnen der Welt machte ihre Ursache in Blähungen hätten, aber mich störte das nicht, immerhin lernte ich sogar diese Geräusche musikalisch zu untermalen und stand einige male bei Dieter Thomas Hit in der Heckparade.

Inzwischen bin ich Rentner. Das heißt das ich für’s Nichtstun bezahlt werde.
Ich gehe morgends zum Enten füttern, stehe am Teich und rufe wie ein geistig verirrter ‚Nat-Nat komm!!!’ und wenn die Nat-Nats dann da sind werfe ich ihnen altes Brot zu. Wenn es zu alt ist werfen sie es schon mal zurück. Immerhin gehen auch Enten mit der Zeit und wollen nur noch Frischware essen.
Nun denn, als Rentner hat man auch noch seine Freude am leben! Jetzt habe ich endlich mal so richtig Zeit, den jungen Dingern mit den knakigen Popo’s oder den wippenden Röckchen hinterher zu schauen, aber nicht mehr zu wissen warum ich das tue. Da fällt mir ein das auch manches andere bergab geht:
Wer hat unseren Politikern eigentlich gesagt, daß man mit dem Rentenbetrag, der unter jedem Durchsnittseinkommen liegt, auskommen soll, während die Herren, die das errechnet haben, mit 6000,-- € nicht klar kommen?
Meine Frage, warum die es nicht schaffen mit dem Geld auszukommen während ich es mit meinen weit aus geringerem Betrag auch nur dann garantiert schaffe, weil ich preiswert einkaufe: Rotwein im Tetra-Pack oder Sekt in der günstigen eineinhalb liter Aldi-Flasche kaufe. Kaviar nur vom russischen Stör esse, weil der dank radioaktiver Unfälle in der russischen Skyline-Region besonders günstig zu haben ist. Auch Austern und Jakobsmuschel beziehe ich als Ware mit überzogenem Verbrauchsdatum besonders günstig und Fleisch, das eigentlich zu Tierfutter verarbeitet werden sollte, kaufe ich bei meinem Metzger zwar in seinem Hinterhof, aber wenn etwas günstig ist darf man keinen Wert auf die geographischen Gegebenheiten legen. Auch den Hinweis, das Gammelfleisch ekelig sein soll kann ich nicht ernst nehmen. Seit Jahren schon verkauft unser Metzger des Vertrauens das in immer wieder neu umetikettierten Tiefkühl-Packs. Neulich fragte ich ihn ob das Schweinefleisch wirklich gesund wäre und er fragte zurück, ob ich mich noch an meine letzte Erkältung erinnern könnte.
Konnte ich nicht und deshalb bekam ich zur Antwort:
„Sehen Sie, da haben wir die Antwort doch schon! Bei den vielen Antibiotika, die man den Schweinen verabreicht, kkann man gar nicht krank werden und ich sollte mal beruhigt weiterhin mein Fleisch bei ihm kaufen!
„Na gut“ dachte ich, vielleicht werde ich ja doch noch Vegetarier weil ich mal gehört habe, das die besonders gerne ins Gras beißen…
Bye und danke für das Lesen meiner eigenen Ergüsse, für meine Sammelleidenschaft und danke dafür, daß ich so manches klauen durfte und Ihnen damit Freude bereiten konnte!

Ihr Anton

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü